Vertrauenskern
Wissenschaft
mindreframe baut nicht auf gut gemeinte Wellness-Versprechen, sondern auf einer etablierten Methode und kognitionswissenschaftlicher Grundlage. Hier legen wir offen, was wir anwenden, warum es wirkt — und wo die Grenzen liegen.
Die Methode: kognitive Umstrukturierung
Im Zentrum steht die kognitive Umstrukturierung — eine seit Jahrzehnten erprobte Technik, um automatische Denkmuster zu erkennen und bewusst zu weiten. Der Grundgedanke: Nicht die Situation selbst bestimmt, wie wir uns fühlen, sondern wie wir sie bewerten. Dieselbe Lage lässt sich als Bedrohung oder als Herausforderung deuten — mindreframe stärkt gezielt die ressourcenorientierte, herausfordernde Lesart.
In kurzen, alltagstauglichen Übungen heißt das: eine automatische Bewertung erkennen (etwa Katastrophisieren, Schwarz-Weiß-Denken oder Übergeneralisierung), sie mit einer gezielten Gegenfrage prüfen und in eine ausgewogenere, ressourcenorientierte Sicht überführen — erkennen, hinterfragen, neu rahmen.
Die kognitionswissenschaftliche Grundlage
Warum lässt sich „Denken" überhaupt trainieren? Weil unsere Bewertungen keine abstrakten Urteile sind, sondern in Wahrnehmung, Sprache und Handlung verankert. Die Forschung — unter anderem zur embodied cognition — zeigt, wie eng mentale Repräsentation, Bedeutung und Bewertung zusammenhängen. Wie wir etwas innerlich rahmen, formt unser Erleben. Und diese Deutungsmuster unterscheiden sich systematisch — etwa über die Lebensspanne und zwischen Kulturen —, was sie zugleich erlern- und gestaltbar macht.
Diese Perspektive bringt Mitgründer Prof. Dr. Martin Lachmair ein, der an der Schnittstelle von Kognitionswissenschaft und digitaler Anwendung forscht. → mehr im Team
Wo Resilienz im Unternehmen ansetzt
Herausfordernde Situationen sind im Kern Begegnungen unterschiedlich konstruierter Deutungen — und die entstehen an mehreren Schnittstellen im sozioökonomischen System. Genau dort setzt „Resilienz by design" an: die unterschiedlichen Deutungssysteme lesbar und brückbar machen, damit Differenz produktiv wird.
Was die Evidenz zeigt — und was nicht
Wir bleiben hier bewusst ehrlich, weil Vertrauen mehr zählt als ein großes Versprechen. Die Methode selbst ist als Kerntechnik gut untersucht und etabliert. Zugleich gilt: Kurze, digitale, präventive Formate für eine grundsätzlich gesunde Belegschaft erzielen typischerweise moderate Effekte — und das organisationale Umfeld wirkt ebenso mit wie das individuelle Training. mindreframe ersetzt also keine guten Arbeitsbedingungen, sondern ergänzt sie. Deshalb verstehen wir Resilienz als Prozess: regelmäßiges, niedrigschwelliges Training, das mit der Zeit trägt.
Wie wir Wirkung verstehen
Statt individueller Leistungsmessung arbeiten wir mit anonymen, aggregierten Signalen — dem Positiv-Index als Stimmungsbarometer und dem selbst nachverfolgten Fortschritt jeder Person. Individuelle Ergebnisse bleiben privat; das Unternehmen sieht ausschließlich anonyme Gesamtwerte. → Datenschutz & Mitbestimmung
Was mindreframe nicht ist
mindreframe ist ein Angebot zur Gesundheitsprävention und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wer akut Unterstützung braucht, findet bei professionellen Anlaufstellen die passende Begleitung. Wir verstehen uns als vorbeugenden Baustein — nicht als Therapie.
Fragen zur Methodik? Sprechen Sie mit uns.
Unverbindliches Erstgespräch – wir zeigen Ihnen die Lösung und klären Datenschutz, Ablauf und Mitbestimmung.